"Besucher", 2018, Goupia-Holz, 101 x 24 x 25 cm.

Hier wollte ich etwas machen, das vor allem Kindern gefallen soll und ihnen keine Angst macht. Die hehren Regeln der Kunst wollte ich außer acht lassen. Noch weniger wollte ich auf den aktuellen Kunstmarkt Rücksicht nehmen.

Die Aliens sollten natürlich nicht das Klischee der Film-Aliens bedienen, weder humanoid noch monsterartig aussehen. So entstand diese Gruppe eigenartiger Wesen, die alle miteinander verbunden scheinen, obwohl man vier Köpfe unterscheiden kann.

Ob wir Menschen versuchen würden, mit solchen Geschöpfen zu kommunizieren? Oder würden wir sie einfangen, untersuchen, bekämpfen, versklaven oder ausrotten.?



"Flüchtiger Gedanke", 2018, Erle



Faltung, 2018, Bongossi-Holz, 24 x 84 x 24 cm.

Das Holz stammt aus im Wasserbau verwendeten Recycling-Beständen.


"Freunde", 2018, Eiche, 63 x 23 x 16 cm. Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken.


"6+1" oder "die Gruppe", 2017, Kirschholz

Der Stammabschnitt war auch nach eineinhalb Jahren Trocknungszeit noch so nass, dass beim Schnitzen der Saft aus den Zellen quoll. Gerade dadurch aber war das Holz viel weicher, als erwartet und gut zu bearbeiten. Durch das Ausarbeiten der einzelnen Figuren konnten größere Trockenrisse verhindert werden.

Auf meinem youtube-Kanal habe ich einen kurzen Clip eingestellt, der die Skulptur in Rundum-Ansicht zeigt. Hier der Link: https://youtu.be/QMzZKakaPa4

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"Stille Zwiesprache", Eiche, 2017, 65 x 28 x 17 cm.

Nachdem Peter Bernhard mir ein Foto seines Gemäldes "Adlergeist" (oben links) geschickt hatte, inspiriert von meinem gleichnamigen Buch, reifte in mir die Idee, auch meinerseits das Thema aufzugreifen. Der Vogelmann, den ich 2015 geschnitzt hatte, war an einen guten Freund verkauft. Der war einfach ein Mischwesen. Was mich an Peters Bild besonders faszinierte, war das traumhafte, fast körperlose des liegenden Mannes und vor allem des Vogels. Nun ist Skulptur ja keineswegs körperlos. Ich wollte dennoch versuchen, diese mystische Einheit Vogel-Mensch in eine Figur zu fassen. Der Mensch verwandelt sich in einen Adler. Eigentlich lauscht er ihm, kommuniziert mit ihm, ohne dass Worte nötig wären.

Inzwischen habe ich noch Einiges an der Figur geändert. Rechts der Zustand vorher. Den gibt es nicht mehr.


"Kleiner Soldat", Eiche.                                   25.8.2017

Das Holz für diese Skulptur stammt wohl aus dem Abriss einer Scheune oder eines Stalls. Risse, Nagel- und Wurmlöcher verunzierten es. Immer wieder brachen kleinere und größere Stücke bei der Arbeit aus, sodass einige Zeit auf Reparaturen verwendet werden musste. Immer wieder war ich versucht, es einfach zu verbrennen, weil es so schlecht war. Aber es passt zum Thema. Die fertige Figur ist voller "Wunden", Löcher und Risse.



"Tanzende Meermädchen"

Hier erst mal verschiedene Ansichten.


Ein Wurzelstrunk von Goldregen, Jahrzehnte getrocknet, das Splintholz z. T. von Holzbock befallen, geschätzt 50 x 40 x 35 cm groß ist das Ausgangsmaterial.

Ineinander verschlungene und miteinander verwachsene Wurzeln, deren Rinde in´s Holz eingewachsen ist.

Beim Entrinden sieht man noch nicht viele Fraßspuren der Holzwürmer, nur wenige kleine Löcher, aber „gräbt“ man denen nach, gelangt man zu Stellen, wo das Holz zu Pulver geworden ist. 

Und dazu kommen Hohlräume, angefüllt mit Rindenmull oder Erde und Steinchen.

Solche Stellen werden entfernt. Nach Tagen ist klar, dass ich nicht alle wurmbefallenen Stellen entfernen konnte. Der Strunk wäre in mehrere Teile zerfallen. Es wäre nichts mehr von der Form übrig geblieben, Zu meiner Überraschung hatte ich auch lebende Larven gefunden. Um ganz sicher zu gehen, entschied ich, das Holz für fünf Stunden auf 95 Grad zu erhitzen. 

Tanzende Meermädchen …

 

… Wind und Gischt. 

1. Entrinden

2. Die Idee ist schon da

3. Jetzt erkennt man auch Figuren. Die morschen Stellen, Äste, wurmbefallener Splint werden entfernt

Ich weiß natürlich ziemlich genau, wie sie aussehen sollen, sie wachsen praktisch aus dem Holz in meine Vorstellung hinein.

Ich mache mich also an die Arbeit und fotografiere alle 5 Stunden. Wenn ich im Nachhinein nun die Fotos betrachte, fällt es mir schwer, darin das wieder zu finden, was ich in den verschlungenen Holzstrukturen sah. Der Vorgang der Entstehung der Figuren ist kaum durch die Fotoserie nachvollziehbar, zu komplex das ganze, zumal es drei Figuren sind, und abstrahiert.

Zum Schluß habe ich nicht mehr viele Bilder festgehalten, weil die Veränderungen immer weniger „hermachten“.

Der Kontrast zwischen dem hellen Splint und dem schokoladenbraunen Kern ist zu stark für detailreiche Formen. Ich deute also nur an, achte auf die Verschiedenheit der Individuen und behalte die wirbelnde synchrone Bewegung im Blick. Formen und ihre Größenverhältnisse, ihre Richtungen werden aufeinander bezogen, der Raum, den sie einhüllen oder in den sie sich erstrecken ist genau so beachten.

 

Probleme:   das Kernholz ist sehr hart und dicht. Schwer zu bearbeiten. Glatte Schnitte glänzen.

 

      an einer Stelle war mitten in einer Form eine tiefe Kerbe durch Rinde gefüllt. Hier 

                   musste Ein farblich passendes Stück in die Form der Lücke eingepasst werden.

 

 

     





Frau mit Zopf, 2015, Linde.

Gerade noch rechtzeitig vor Beginn des neuen Jahres fertig geworden.